Cholesterin - gut oder böse?

Aktualisiert: 22. Juli 2020

Was ist Cholesterin?


Cholesterin, auch Cholesterol bezeichnet, sind hydroaromatische Kohlenwasserstoffe. Es kommt in allen tierischen und menschlichen Geweben vor und ist eine fettähnliche Substanz.


Vorkommen:


Cholesterin ist ein Bestandteil der Zellwände, der Nerven umhüllenden Schutzschicht Myelin (Nerven) und der Gallensäure. Daneben ist Cholesterin ein Grundstoff für die Sexualhormone, die Hormone der Nebennierenrinde und Vitamin D.

Der grösste Teil des im Blut vorkommenden Cholesterins wird von Körper (Leber) selber gebildet.

Das exogene Cholesterin, welches wir von aussen zuführen, wird ausschliesslich über tierische Lebensmittel durch den Darm aufgenommen.

10% des in der Nahrung enthaltene Cholesterin werden dabei resorbiert. Im Blut ist Cholesterin an Trägereiweisse (Lipoproteine) gebunden.


Gutes und schlechtes Cholesterin:


LDL transportieren Cholesterin in den Körper hinein und lagern sich an den Wänden der Blutgefässe ab. Dadurch steigt die Gefahr, an Arteriosklerose zu erkranken. LDL-Partikel werden deshalb auch als "schlechtes" Cholesterin bezeichnet.


Daneben gibt es noch eine zweite Transportform: HDL. Diese Teilchen transportieren Cholesterin aus dem Körper hinaus und lösen es aus den Wänden der Blutgefässe, es ist das "gute" Cholesterin.


Deshalb sind Cholesterin-Senker nicht harmlos:


Statine (Cholesterinsenker) sind dafür bekannt, bei etlichen Patienten Muskelschwäche zu verursachen, bei anderen Leber- und Nierenprobleme (bis hin zu Niereninsuffizienz und Nierenversagen) und bei wieder anderen grauen Star.


Cholesterin ist sehr wichtig für viele Stoffwechselfunktionen und stellt 20 Prozent unserer Gehirnmasse sowie grosse Teile unserer Zellwände dar.


Bei dieser ausserordentlichen Wichtigkeit des Cholesterins für den Körper wundert es auch nicht, dass der Organismus den Stoff selbst herstellen kann.

Es wäre zu riskant auf die ausreichende Zufuhr über die Nahrung zu hoffen.


Bei einem Cholesterinmangel käme es zu gravierenden Gesundheitsschäden – ganz besonders im Gehirn, da dieses (wie oben erwähnt) zu einem grossen Teil aus Cholesterin besteht.

Und genau das ist der Grund für die Vermutung etlicher Wissenschaftler, dass Statine, also Cholesterin senkende Medikamente, an der rasanten Verbreitung von Demenz und Alzheimersymptomen nicht unerheblich mitbeteiligt sind.


Sie senken den Cholesterinspiegel und das Gehirn bleibt völlig unterversorgt zurück.


Unser Körper kann Cholesterin jedoch nicht nur selbst produzieren. Es kann es bei Bedarf auch wieder abbauen - nämlich über die Galle.

Dabei entscheidet der Körper, was "ausreichend", was "zu wenig" und was "zu viel" bedeutet.

Oft wird der Cholesterinwert nur ein einziges Mal untersucht, so dass natürliche Schwankungen überhaupt nicht in Betracht gezogen werden, leider.


Meine Meinung:


Ich denke, dass heute die Statine viel zu schnell eingesetzt werden. Natürlich gibt es kranke Menschen, welche darauf angewiesen sind. Jedoch weiss ich auch, dass ein zu hoher Cholesterin-Wert sich durch eine angepasste Diätetik stark beeinflussen lässt.


Deshalb bin ich der Meinung, dass man zuerst an der Ernährung arbeiten soll. Dies in Beobachtung mit dem Hausarzt um den Cholesterin-Wert zu überprüfen. Ich selbst hatte bereits gute Erfolge bei meinen Patienten mit einer angepassten Ernährung - und dies heisst nicht auf Eier oder Margarine zu verzichten. Wie man auch oben im Text entnehmen kann, kann der Körper "nur" 10% in der Nahrung enthaltene Cholesterin aufnehmen - so ist es wichtiger zu wissen, wie man das bestehende Cholesterin aus dem Körper ausscheiden kann.



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